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praktischArzt Magazin Der richtige Umgang mit Patienten

Der richtige Umgang mit Patienten

Der Richtige Umgang Mit Patienten
Zuletzt aktualisiert: 10.02.2026
Themen: Patientenmanagement
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Im Spital finden viele Gespräche zwischen Visite, Alarmen, Übergaben und Angehörigenfragen statt. Genau in diesem Umfeld entscheidet Kommunikation darüber, ob ein Patient den Plan versteht, ob er mitträgt – und ob Du später Zeit mit Rückfragen, Konflikten oder unnötigen Missverständnissen verlierst. Der Schlüssel liegt nicht darin, „mehr Zeit“ zu haben, sondern Gespräche so zu führen, dass sie trotz kurzer Fenster klar, respektvoll und sicher sind.

Inhaltsverzeichnis

  1. Zeitdruck ist normal – Unklarheit ist optional
  2. Das Gesprächsgerüst, das in Visite und Ambulanz trägt
  3. Gemeinsam entscheiden – ohne dass das Gespräch ausufert
  4. Störungen sind kein Nebenthema, sondern ein Qualitätsfaktor
  5. Verständlich sprechen, ohne den Fachstandard zu verlieren
  6. Sprachbarrieren: lieber kurz richtig als lang unklar
  7. Angst, Einwände und Therapieablehnung: erst verstehen, dann überzeugen
  8. Übergaben: SBAR macht’s knapp und komplett

Überblick: Umgang mit Patienten

  • Setz zu Beginn eine kurze Agenda und klär das Hauptanliegen.
  • Erklär den Plan in zwei Sätzen und sichere das Verständnis mit Teach-Back.
  • Schütze wichtige Gespräche vor Störungen und schaffe – wenn nötig – kurz Privatsphäre.
  • Für Übergaben hilft SBAR, weil es knapp und vollständig bleibt.

Zeitdruck ist normal – Unklarheit ist optional

Viele Patientenkontakte sind kurz, insbesondere in Ambulanzen oder bei dichter Stationsroutine. Zahlen wie „fünf Minuten“ werden häufig genannt, schwanken aber je nach Setting deutlich. Entscheidend ist deshalb weniger die genaue Dauer als die Frage, ob am Ende für den Patienten klar ist, was gerade los ist und was als Nächstes passiert. Genau diese Klarheit lässt sich auch in wenigen Minuten erreichen, wenn Du das Gespräch bewusst führst – statt Dich treiben zu lassen.

Ein guter Start ist eine Mini-Agenda. Zwei Sätze reichen oft: „Wir schauen heute zuerst, was dir am wichtigsten ist – dann sag ich dir kurz, wie wir weiter vorgehen.“ Damit setzt Du den Rahmen, ohne unnahbar zu wirken. Wenn Patienten viele Themen haben, hilft eine Priorisierung: „Wenn wir heute nur eine Sache wirklich gut klären, was soll das sein?“ Das wirkt nicht wie Abwürgen, sondern wie Struktur.

Das Gesprächsgerüst, das in Visite und Ambulanz trägt

Im Spital lohnt sich ein einfaches Muster, das Du fast automatisch abrufen kannst. Nach der kurzen Agenda folgt eine Erklärung, die bewusst kurz bleibt: erst das Problem, dann der nächste Schritt. Das kann so klingen: „Wir gehen davon aus, dass die Atemnot mit der Infektion zusammenhängt. Als Nächstes machen wir ein Blutgas und ein Röntgen, und danach entscheiden wir über die Therapie.“ Zwei Sätze, klare Reihenfolge, kein Rätselraten.

Was viele unterschätzen: Nicken ist keine Verständnissicherung. Deshalb ist Teach-Back im Spital so wertvoll, weil es kaum Zeit kostet und gleichzeitig Fehler reduziert. Du brauchst keine pädagogische Tonlage – ein neutraler Satz genügt: „Damit ich’s gut erklärt hab: Wie würdest Du den Plan in eigenen Worten zusammenfassen?“ Wenn der Patient dabei danebenliegt, korrigierst Du freundlich und kurz. Das wirkt professionell und ist in der Praxis oft schneller, als später die Verwirrung aufzulösen.

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Gemeinsam entscheiden – ohne dass das Gespräch ausufert

Shared Decision Making klingt nach langen Gesprächen, lässt sich aber spital-tauglich runterbrechen. Wichtig ist, Optionen nicht künstlich zu vergrößern, sondern sie sauber zu begrenzen. Wenn realistisch nur zwei Wege infrage kommen, sag das auch so – und bring Nutzen und Risiko jeweils in einem Satz unter. Danach folgt Deine Empfehlung, denn Patienten wollen in akuten Situationen häufig Orientierung: „Wir können A oder B machen. A wirkt schneller, hat aber X als Risiko. Ich würde A empfehlen, weil…“ Dann kommt die eigentliche Schlüsselfrage: „Was ist dir dabei am wichtigsten?“ So bleibt die Entscheidung gemeinsam, ohne dass Du Dich in Details verlierst.

Störungen sind kein Nebenthema, sondern ein Qualitätsfaktor

Telefon, Flurgespräche, reinplatzende Fragen – im Spital ist das normal. Trotzdem lohnt es sich, für wenige Gesprächsarten eine klare „Störungsbremse“ einzubauen: Aufklärung, Therapieentscheidungen, Entlassung und Konfliktgespräche. Schon kleine Regeln helfen: Wer im Team während der Visite Anrufe abfängt, welche Situationen wirklich sofort durchgestellt werden und wann ein kurzer Ortswechsel nötig ist. Privatsphäre ist nicht Luxus, sondern Respekt – und oft auch Deeskalation. Der Patient merkt sehr genau, ob etwas „zwischen Tür und Angel“ passiert.

Wenn es hektisch ist, hilft am Ende ein kurzer Abschluss: eine Zusammenfassung plus Zeitmarke. „Heute machen wir Blut und Röntgen. Ich komme nach dem Befund wieder – voraussichtlich gegen 16 Uhr.“ Das reduziert Unsicherheit und beugt der typischen Frage vor: „Und wann passiert jetzt was?“

Verständlich sprechen, ohne den Fachstandard zu verlieren

Fachbegriffe sind nicht das Problem – unübersetzte Fachbegriffe sind es. Im Spital lohnt sich eine simple Übersetzungsroutine: Du nennst den Begriff einmal korrekt und setzt sofort die alltagstaugliche Bedeutung dahinter. „Wir vermuten eine Pneumonie, also eine Lungenentzündung.“ Damit bleibt es fachlich sauber, aber verständlich. Hilfreich ist auch, pro Satz nur einen Kernpunkt zu transportieren. Mehrere Informationen in einem Satz wirken effizient, werden aber oft schlechter behalten.

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Sprachbarrieren: lieber kurz richtig als lang unklar

Wenn Sprache im Weg steht, wird Kommunikation schnell zur Sicherheitsfrage. Für Aufklärung, Einwilligung und Entlassung sollte – wenn verfügbar – professionelles Dolmetschen genutzt werden, weil hier Missverständnisse besonders teuer sind. Angehörige als „Übersetzer“ sind verlockend, aber riskant: Inhalte werden gefiltert, verändert oder aus Scham nicht weitergegeben. Wenn es ausnahmsweise nicht anders geht, ist zumindest wichtig, das offen zu machen und im Team zu dokumentieren, wie kommuniziert wurde.

Angst, Einwände und Therapieablehnung: erst verstehen, dann überzeugen

Wenn Patienten ablehnen oder „dichtmachen“, steckt dahinter selten Trotz. Häufig ist es Angst, Überforderung oder eine konkrete Befürchtung, die noch nicht ausgesprochen wurde. Statt direkt zu argumentieren, bringt eine kurze Nachfrage oft mehr: „Was ist Deine größte Sorge dabei?“ Danach kannst Du gezielt ansetzen – manchmal genügt eine kleine Anpassung oder ein nächster Schritt mit weniger Hürde. Bleibt die Ablehnung nach Aufklärung bestehen, ist Respekt wichtig, aber genauso die saubere Dokumentation: Inhalt der Aufklärung, Risiken, Entscheidung und ggf. Bedenkzeit.

Übergaben: SBAR macht’s knapp und komplett

Viele Kommunikationsfehler entstehen nicht im Gespräch mit dem Patienten, sondern in Übergaben – besonders bei Schichtwechsel und bei eskalierenden Situationen. SBAR ist deshalb ein gutes Standardformat, weil es Dich zwingt, Situation, Hintergrund, Einschätzung und Empfehlung klar zu trennen. In der Praxis klingt das wie ein kurzer, strukturierter Pitch – und es verhindert, dass Du Dich in Details verlierst, während die wichtigste Information untergeht.

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Autor
Dr. med. Susann Stollberg
Dr. med. Susann Stollberg
Ärztin
Veröffentlicht am: 17.03.2024
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