
Wie steht es um die Gesundheit in Österreich? Eine neue Studie zeigt: Nicht überall im Land fühlen sich die Menschen gleich gesund. Und auch mentale Belastungen sowie die Medikamenteneinnahme unterscheiden sich teils stark zwischen den Bundesländern. Für Ärzte bietet dieser Überblick wertvolle Einblicke und praxisnahe Impulse für das Patientengespräch.
Inhaltsverzeichnis
Gesundheit in Österreich auf einen Blick
- 69 % der Österreicher fühlen sich körperlich (sehr) gesund
- Höchste Zufriedenheit: Oberösterreich (78 %), Tirol und Salzburg (je 71 %), Wien (70 %)
- Weniger zufrieden: Burgenland (64 %), Niederösterreich (65 %)
- Psychisches Wohlbefinden besonders hoch in Wien (80 %), niedrig in Tirol (58 %)
- Tägliche Medikamenteneinnahme: in Wien 57 %, in Oberösterreich nur 35 %
Aktuelle Umfrage zur Gesundheit in Österreich
Im Auftrag des Generikaherstellers Sandoz befragte das IFES-Institut über 1.000 Österreicher zu ihrer gesundheitlichen Lage. Die Themen: körperliches Wohlbefinden, mentale Gesundheit, Medikamentennutzung und das Vertrauen in die Arzneimittelversorgung. Damit gibt die Studie ein differenziertes Bild der Gesundheit in Österreich aus subjektiver Sicht.
Wo sich Menschen in Österreich besonders gesund fühlen
Während im landesweiten Durchschnitt 69 % ihre Gesundheit als gut oder sehr gut bewerten, zeigen sich klare regionale Unterschiede:
- Spitzenreiter ist Oberösterreich mit 78 %
- Tirol und Salzburg folgen mit je 71 %, Wien liegt bei 70 %
- Das Burgenland (64 %) und Niederösterreich (65 %) liegen am unteren Ende
Diese Differenzen geben Aufschluss über regionale Einflussfaktoren wie Lebensstil, Infrastruktur und Zugang zum Gesundheitssystem in Österreich.
Mentale Gesundheit: Wien top, Tirol Schlusslicht
Auch beim psychischen Wohlbefinden gibt es deutliche Unterschiede innerhalb Österreichs. In Wien fühlen sich knapp 80 % mental gesund – deutlich über dem Durchschnitt. Auch im Burgenland und Niederösterreich liegen die Werte bei über 70 %.
Demgegenüber steht Tirol mit nur 58 %. Diese Zahlen legen nahe, dass es bei der mentalen Gesundheit in Österreich regionalen Handlungsbedarf gibt.
Medikamenteneinnahme und Vertrauen in die Versorgung
Die Umfrage zeigt: Rund die Hälfte der österreichischen Bevölkerung nimmt täglich Medikamente ein. Besonders häufig geschieht das in Wien (57 %), Niederösterreich (56 %) und dem Burgenland (54 %). In Oberösterreich hingegen sind es nur 35 %.
Das Vertrauen in die Versorgung mit Arzneimitteln variiert ebenfalls: In Vorarlberg ist es am höchsten (51 %), in Salzburg am niedrigsten (40 %).
Diese Daten werfen ein Licht auf die Versorgungssicherheit und Wahrnehmung des Gesundheitssystems in Österreich.
Einordnung: Was sagen andere Studien zur Gesundheit in Österreich?
Die aktuelle Umfrage liefert wertvolle Einblicke in das subjektive Gesundheitsempfinden der Bevölkerung. Doch wie fügen sich diese Ergebnisse in den breiteren wissenschaftlichen Kontext ein? Ein Blick auf etablierte Erhebungen hilft dabei, die Daten besser einzuordnen.
Vergleich mit der ATHIS-Gesundheitsbefragung
Die Österreichische Gesundheitsbefragung (ATHIS) bestätigt den allgemeinen Trend: Etwa 72 % der Bevölkerung beurteilen ihren Gesundheitszustand positiv. Im Vergleich zur neuen Umfrage liefert ATHIS jedoch keine so feine regionale Aufschlüsselung – der aktuelle Bericht ergänzt daher wichtige Erkenntnisse zur regionalen Gesundheitssituation in Österreich.
Warum regionale Gesundheitsdaten wichtig sind
Internationale Berichte der OECD und nationale Gesundheitsprofile zeigen: Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildungsstand und sozioökonomische Lage wirken sich stark auf die Gesundheit der Menschen in Österreich aus. Regionale Unterschiede bei Wohlbefinden und Medikamentennutzung sind daher ein wertvoller Indikator für die Versorgungsqualität.
Was Du als Arzt aus den Ergebnissen mitnehmen kannst
Die Unterschiede beim subjektiven Gesundheitszustand, der mentalen Verfassung und der Medikamentennutzung liefern wichtige Hinweise für Deinen ärztlichen Alltag. Je nach Region können sich daraus konkrete Ansätze für Diagnose, Gesprächsführung und Prävention ergeben:
- Gezielter fragen: Mentale Belastung oder hoher Medikamentenverbrauch sollten je nach Region stärker thematisiert werden
- Polypharmazie im Blick: Gerade in Wien und Niederösterreich lohnt sich die regelmäßige Überprüfung von Wechselwirkungen
- Vertrauen schaffen: Patienten in Regionen mit geringem Vertrauen in die Arzneimittelversorgung profitieren von aktiver Kommunikation
- Prävention anbieten: In Bundesländern mit niedriger subjektiver Gesundheit kann Präventionsarbeit besonders wirksam sein
Fazit
Die aktuelle Studie macht deutlich: Die Gesundheit in Österreich ist kein einheitliches Bild. Menschen in Oberösterreich oder Wien fühlen sich deutlich gesünder als jene in anderen Regionen. Unterschiede zeigen sich nicht nur bei der körperlichen und psychischen Verfassung, sondern auch beim Umgang mit Medikamenten und dem Vertrauen in die Versorgung.
Für Ärzte bedeutet das: Wer regionale Besonderheiten kennt, kann zielgerichteter beraten, therapieren und präventiv wirken – und so aktiv zur Verbesserung der Gesundheitslage in ganz Österreich beitragen.
Häufige Fragen
- Was zeigt die aktuelle Umfrage über die Gesundheit in Österreich?
- Warum ist das subjektive Empfinden zur Gesundheit in Österreich relevant für die ärztliche Praxis?
- Wie unterscheidet sich die aktuelle Studie von anderen Erhebungen zur Gesundheit in Österreich?
- Welche Rolle spielt die Medikamenteneinnahme für die Gesundheit in Österreich?
- In welchen Bereichen bestehen laut Studie regionale Herausforderungen für die Gesundheit in Österreich?
Die Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie Menschen in den einzelnen Bundesländern die Gesundheit in Österreich subjektiv wahrnehmen – sowohl körperlich als auch mental. Sie ergänzt damit objektive Daten durch persönliche Einschätzungen.
Das persönliche Empfinden zur Gesundheit in Österreich liefert wertvolle Hinweise auf mögliche mentale Belastungen oder Versorgungslücken, die sich nicht sofort aus medizinischen Diagnosen ableiten lassen.
Im Gegensatz zu groß angelegten Studien wie ATHIS bietet die aktuelle Erhebung einen differenzierten Blick auf regionale Unterschiede bei der Gesundheit in Österreich, insbesondere im subjektiven Wohlbefinden.
Die tägliche Einnahme von Medikamenten ist ein wichtiger Aspekt der Gesundheit in Österreich, da sie auf chronische Erkrankungen, Therapiegewohnheiten und auch das Vertrauen in das Gesundheitssystem hinweist.
Die Ergebnisse zeigen, dass es bei der Gesundheit in Österreich vor allem im Bereich der psychischen Verfassung und beim Vertrauen in die Arzneimittelversorgung regionale Unterschiede gibt, die ärztlich berücksichtigt werden sollten.











